· aktualisiert 2026-10-07
Fast jeder Kunde sagt, er habe Backups. Im Ernstfall stellt sich heraus, dass etwa ein Drittel davon für eine Wiederherstellung unbrauchbar ist.
Vier Anforderungen
- Außerhalb des Servers. Ein Backup auf derselben Maschine schützt vor eigenen Fehlern, nicht vor Einbruch oder Festplattenausfall — der Angreifer löscht es mit.
- Ausreichende Historie. Ein Tag genügt nicht: Infektionen fallen oft erst nach zwei Wochen auf. Praktisches Minimum: 30 Tage.
- Vollständiger Umfang. Dateien und Datenbank aus demselben Moment. Getrennt geplante Kopien passen sonst nicht zusammen.
- Geprüfte Wiederherstellung. Mindestens quartalsweise in eine Testumgebung einspielen und prüfen.
Zwei Kennzahlen
RPO — wie viele Daten Sie verlieren dürfen. Ein tägliches Backup bedeutet bis zu 24 Stunden. Für einen Shop ist das meist zu viel, weil Bestellungen verloren gehen.
RTO — wie lange die Wiederherstellung dauert. Gibt es ein Backup, dauert die Wiederherstellung aber einen Tag, ist das für den Betrieb fast so, als gäbe es keines.
Das Problem infizierter Backups
War Schadcode einen Monat unentdeckt, sind alle Backups dieses Monats infiziert. Nach einem Vorfall ist die Wiederherstellung deshalb kein Allheilmittel, sondern nur ein Werkzeug — und nur, wenn der Infektionsbeginn bekannt ist.
Auf unseren verwalteten Servern laufen Backups täglich mit 30 Tagen Historie und regelmäßigem Wiederherstellungstest: webhostas.com.